Author Archives: Alfons Moestl

Rennbericht Ironman WM 2019 Hawaii Gustav Förster

Hawaii 2019

Im Vorfeld lief eigentlich alles perfekt. Die Anreise war weniger stressig als befürchtet und nach drei bis vier Tagen auf der Insel hatten wir uns ganz gut aklimatisiert, so dass es noch für zwei Ausfahrten mit dem Rad und eine Laufeinheit gereicht hat. Ab Mittwoch ist dann eigentlich nur noch Erholung und Kraft tanken angesagt.

In der Nacht vor dem Wettkampf konnte ich relativ gut schlafen und morgens auch nochmal zur Toilette, während des Wettkampfes kommt es es eher ungelegen. Die Schwimmbedingungen waren o.k., die Wellen nicht höher als an den Vortagen. Gleichwohl komme ich da nun schon eine ganze Weile nicht mehr richtig in die Gänge, eigentlich seit meiner Schulterverletzung vor 5 Jahren. Ich hatte im Vorfeld überlegt, ob ich vielleicht noch ein paar Schwimmstunden nehmen sollte, aber 500 Euro waren mir zu viel und weniger als 10 Stunden würden aus Sicht der Schwimmlehrerin kleinen Sinn machen. Letztlich hab ich das Angebot mit den Worten, an 5 Minuten wird es in Kona nicht scheitern, ausgeschlagen, wie sehr man sich doch irren kann. 1:24 sind keine Katastrophe, aber es ist schon ein wenig frustrierend, wenn ein Brustschwimmer die ganze Zeit auf gleicher Höhe bleibt. Ich bin dann mal spaßeshalber kurz in seinen Wasserschatten gegangen und das ist nochmal ganz anders, als hinter einem Krauler. Es ist wie ein Sog, quasi wie Huckepack Schwimmen. Es war so extrem, dass ich dachte, er habe das Schwimmen komplett eingestellt, denn ich musste fast nichts mehr machen. Wäre ich ihm die ganze Zeit gefolgt, es wäre mit Abstand mein leichtestes Schwimmen ever gewesen, aber irgendwie wäre mir das ein wenig schäbig vorgekommen. Beim Wechsel habe ich einen halben Liter getrunken, ansonsten alles problemlos. Auf dem Rad war es dann anfangs etwas befremdlich, so als ob ich ein falsches und zwar deutlich zu kleines Rad erwischt hätte, was ich mir zunächst nicht erklären konnte. Also erst einmal Oberlenker fahren und abwarten ob sich das gibt. Des Rätsels Lösung, beim Schwimmen war ich praktisch immer im Hohlkreuz, am Auflieger muss ich aber einen Katzenbuckel machen und das geht dann erst einmal nicht. In Klagenfurt hatte ich das Problem nicht, warum jetzt hier, keine Ahnung. Nach 15 Minuten hat dann wieder alles gepasst uns es ging flott Richtung Hawi. Heftiger Gegenwind dann zum ersten mal ab Kilometer 40, also etwa auf halbem Weg nach Hawi, dem Wendepunkt der Radstrecke. Nach ca. 2 Stunden dann plötzlich ein Krampf im linken Oberschenkel. Ein Krampf nach 2 Stunden, da war ich dann doch etwas geschockt. Ein Blick auf meine Arme verriet nichts Gutes, sie waren komplett trocken. Hatte ich tatsächlich schon wieder zu wenig getrunken? Ab da hab ich gesoffen wie ein Loch, vermutlich aber etwas zu spät. Richtig heftiger Gegenwind dann 15 Kilometer vor Hawi und da geht es dann auch noch beständig bergauf.

In Hawi hatte ich eine Flasche mit hochwertigen Zutaten deponiert, wollte mich aber erst einmal auf Gatorade konzentrieren, das kann man sich am leichtesten reinschütten. Da die Fahrradflasche bereits besetzt war,  hab ich fortan bei jeder Verpflegungsstelle angehalten, um mir das Gatorade in den Lenkerbehälter zu füllen, denn die  Flaschen waren verschraubt und mit einer Hand nicht zu öffnen. Auf die Idee, meine Maltrodextrose in die Lenkerflasche zu kippen und das Gatorade einfach in den Halter zu stecken, bin ich leider nicht gekommen, nicht wirklich clever. So habe ich auf der Radstrecke unnötig Zeit verloren, aber da wusste ich ja noch nicht, wie knapp es am Ende sein würde. Ganz erholt haben sich meine Beine nicht mehr, auf dem letzten Drittel konnte ich keinen Druck mehr machen und auch nicht mehr im Wiegetritt fahren, sofort meldeten sich Krämpfe in beiden Oberschenkeln und das erklärt dann auch die bescheidene Radzeit.

Beim Marathon lief es gar nicht so schlecht und Eva meinte, es seien 4 vor mir. Eigentlich waren es 5, denn einer war über das sogenannte „Ironman Legacy Programm“ ins Starterfeld gekommen. Dazu muss man eine gewisse Anzahl von Ironman bestritten haben und kommt dann in ein Losverfahren. Er oder sie startet dann mit der letzten Welle, in diesem Fall 20 Minuten nach mir. Die Zeit wird zwar aufgelistet, aber man kommt nicht in die Wertung für die Meisterschaft. Deshalb tauchte er auch nicht im Liveticker auf, lang nach dem Rad gleichwohl ein gutes Stück vor mir. Da ich ein immer noch guter Läufer bin, schien mir noch alles möglich. Dass ich dann aber nur noch zwei überholen konnte, hatte ich nicht erwartet. Den Drittplatzierten habe ich etwa 4 Kilometer vor dem Ziel ein- und überholt. Offensichtlich wusste er, dass ich ein AK-Konkurrent bin und er folgte mir wie ein Schatten. Ich hab noch 3 mal das Tempo angezogen, mit der Folge, das sich Krämpfe sowohl in den Waden als auch im Oberschenkel ankündigen. Also musste ich wieder drosseln und er war wieder dran. Die Palani runter habe ich es nochmal voll laufen lassen – er blieb dran. Als er dann zwei- oder dreihundert Meter weiter seinen Sprint ansetzte, konnte ich einfach nicht folgen. Offensichtlich wusste er frühzeitig, dass ich von hinten kommen würde und hat sich für das Finale noch ein paar Körner aufgehoben, während ich schon die ganze Zeit am Anschlag war. Einen Tag später bei der Siegerehrung hat er mir dann gesagt, dass er sich selbst nicht erklären kann, wie er das gemacht hat. Jedenfalls dachte er, es würden nur die ersten 3 gewürdigt und die Angst 4. zu werden hat ihm wohl irgendwie Flügel verliehen.  Er sei noch nie in seinem Leben so schnell gelaufen und überhaupt schien mir, die 3 vor mir sind allesamt über sich selbst hinausgewachsen und so sehr ich mich auch mühte, ich kam nicht mehr vorbei. Wäre es noch etwas länger gegangen, hätte vermutlich der Gewinner Probleme bekommen, denn der war, den Sieg vor Augen, im Ziel komplett am Ende, aber das war ich nach dem Sprintduell auf einer Langdistanz dann selbst auch.

Nun mag man sagen, ein 4. Platz bei der WM ist doch super, aber 4. und 5. war ich schon mal und diesmal standen die Zeichen gut, dass es ganz nach vorne reichen könnte und wenn dann die Abstände so knapp sind, ist es schon ein wenig bitter.

Natürlich habe ich das Rennen nicht auf der Laufstrecke verloren und im Nachhinein frage ich mich, was hätte ich anders oder besser machen können? Mir nochmal ein neues Rad zulegen, ich bin ja immer noch mit meinem 20 Jahre alten Softride auf 26″ Rädern unterwegs und werde darob allseits bestaunt. Die Möglichkeit wäre da gewesen, ich hätte einen Toprahmen umsonst bekommen können, ein Hersteller wollte auf diese Weise seine Quote in Kona anheben und Laufräder hätte ich mir ausleihen können. Aber nachdem mich das Softride so viele Jahre treu begleitet hat, wollte ich zum Schluss nicht mehr „fremd gehen“. Immerhin habe ich mir noch eine keramikbeschichtete Kette gegönnt, angeblich soll das 5 Watt bringen und hochgerechnet wären das sicher 5 Minuten.

Ich hätte früher mehr trinken müssen und nicht auch noch den Fehler mit dem ständigen Anhalten machen dürfen, aber das zählt genauso zum Wettkampf wie der Rest und wenn man da Fehler macht …

Es hat halt nicht sollen sein. Die Bedingungen beim Laufen waren übrigens recht moderat, eine Schicht Schleierwolken hat die ärgste Sonneneinstrahlung verhindert und gegen Abend war es dann gut auszuhalten, vielleicht auch kein Vorteil für mich.

Es war mein letzter Wettkampf und auch wenn es nicht ganz der krönende Abschluss war, darf ich doch voller Dankbarkeit auf viele Jahre erfolgreiches Triathlon zurückblicken. Herzlichen Dank bei allen, die mir die Daumen gedrückt und sich vielleicht sogar am Liveticker die Nacht um die Ohren geschlagen haben. Jetzt freue ich mich auf neue Aktivitäten, für die Triathlon auf Topniveau bislang leider keine Zeit gelassen hat. Ein E-Bike steht schon in der Garage, damit der Aktionsradius auch mit künftig weniger trainierten Muskeln einigermaßen erhalten bleibt.

Lieber Gustav herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung  (RTT-Passail)

 

Apfellandlauf Stubenberg 21.09.2019

 

 

Der 7. Steirische Apelland Lauf fand am Samstag, den 21.09.2019 am wunderschönen Stubenbergsee statt. Zugleich war dies auch die letzte Station von unserem Weizer Bezirkslaufcup. Bei herrlichem Wetter waren rund 950 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Start. Unser Team vom RTT-Passail startete mit 32 Läufer.  Neben den Kinderbewerben gabs auch ein Jugend und Hobbybewerb mit 4,2 km, einen Volkslauf mit 7,5 km und eine Halbmarathondistanz. Top Platzierungen und einige Stockerlplätze erkämpften sich unsere Läufer im Kinder, Jugend und Erwachsenenbereich. Einige Entscheidungen für die Gesamtplatzierung wurden noch auf der Zielgeraden ausgetragen. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Passail-Läufern und Betreuern für die Teilnahme am WBLC bedanken. Kommt’s bitte auch zur Abschlussfeier es gibt auch wieder tolle Preise zu gewinnen. (jeder Start ein Los)

Danke lgali

https://my4.raceresult.com/111597/?lang=de

 

Freitag 20.09.2019 U-TOUR Stopp in Passail

Die Sportunion Passail veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Sportunion Steiermark den 2. U-Tour Stopp in Passail. Folgende Sportarten konnten die ca. 200 Schüler der NMS Passail im Freizeitgelände ausprobieren. Fußball,  Laufen, Tennis, Stocksport, Beachvolleyball, Skateboard, Frisbee, Lacrosse, Cheerleading, Hockey. Bei schönes Wetter war  es wieder eine gelungene Veranstaltung. Die Kinder waren motiviert, begeistert und hatten einen absolut Bewegungsreichen Vormittag. Vielleicht gibt’s auch für den ein od. anderen einen Anstoß sich bei einem heimischen Verein zu melden um eine bestimmte Sportart weiterhin auszuüben. Danke fürs mitmachen Chris, Paula und Ali

17.08.2019 Stoanilauf Gasen

 

 

Bei herrlichen Laufwetter und sommerlichen Temperaturen fand am 17.08.2019 der vorletzte Lauf des Weizer Bezirkslaufcups in Gasen statt. Das RTT-Passail war mit 23 Teilnehmern in den verschiedenen Klassen vertreten. Mit neun Stockerlplätzen und den Tagessieg bei den Damen durch Paula Knoll-Rumpl sowie weiteren Top Platzierungen konnte ein beachtlicher Mannschaftserfolg eingefahren werden. Gratulation an alle Beteiligten

Ergebnisse

 

06.Juli Almenlandlauf in Fladnitz

Bei brütender Hitze fand der 6. Lauf des Weizer Bezirkscup in Fladnitz a.d.Teichalm statt. 31 RTT-Läufer starteteten bei der echt schwierigen Strecke in den unterschiedlichen Läufen. Die Ausbeute mit 6 x Platz 1; 1x Platz 2 und 1 x Platz 3 sowie weiteren Top Platzierungen bedeutet einen weiteren Punktegewinn für das Mannschaftsergebnis. Garatuliere allen die dabei waren. lgali

Ergebnisse

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28. Juni 34. Passailer Volkslauf

Am 28. Juni fand bereits zum 34. Mal der Passailer Volkslauf statt. Durch die späten Startzeiten waren auch die Temperaturen auf einem erträglichen Bereich gesunken. Es war somit eine tolle Abendveranstaltung mit Start und Ziel mitten in Passail. Den Hauptlauf konnte Michi Glössl wie in den Jahren zuvor für sich entscheiden. Zeit 40:16,79 was Klassensieg und Tagesbestzeit bedeutet. Bei den Damen war die Tagesschnellste Ederer Bianca vom WSV St. Kathrein/Off. Zeit 49:23,64. Spannende Duelle gab’s auch bei den Kinder-Schüler – und Hobby-Jugendbewerben. Beim Bewerb Team/Firmenlauf waren die Teilnehmer des FC Passail eine Klasse für sich und belegten die Plätze 1-3 mit ges.Zeiten alle deutlich unter 50ig min. Gratulation an alle die teilgenommen haben. Danke an die Vereinsmitglieder vom RTT-Passail, Schi Passail, Polizei, Rettung, Gemeinde Passail allen Sponsoren, Sprecher Peter Labitsch sowie Zuschauern und Läufern für die Mitarbeit bzw. Teilnahme am 34. Passailer Volkslauf. Ali Möstl Obm RTT-Passail

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Offizielle Übergabe der neuen Vereinsbekleidung

Ein Herzliches Dankeschön an Hr. Hans Jürgen Zottler von der Raiba Passail, sowie an  Frau Bgm. Eva Karrer Gemeinde Passail für die Großzügige Unterstützung bei der Beschaffung einer neuen Vereinsbekleidung bestehend aus Jacke und Shirt.

Erfreulich ist das der Mitgliederstand im letzten Jahr von 27 Vereinsmitglieder auf 67 Mitglieder angestiegen ist. Speziell im Kinder- Jugendbereich aber auch in allen Erwachsenen Klassen gab es wertvolle Zuwächse was sich auch bei der Teilnahme am Weizer Bezirkscup pos. auswirkt. Viel Freude beim sporteln  Ali Möstl

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14. Juni Hitzeschlacht in Weiz

 

Gigantische Teilnehmerzahlen und  beinahe tropische Temperaturen gab‘s in Weiz beim 1. Weizer City-Run. Neben einer neuen (alten ) Streckenführung und einen Top organisierten Bezirkscuplauf erkämpften die 30 ig RTT-Passail Läufer wieder 10 Stockerlplätze und weitere tolle Platzierungen. Siehe Ergebnisse

Ich möchte allen Teilnehmern zu den erbrachten Leistungen recht herzlich Gratulieren.

Ein Lob auch dem Veranstalter der sich bei diesem Event wirklich voll ins Zeug gelegt hat.

So die nächste Station ist dann schon unser Heimrennen. Würde mich natürlich auch freuen wenn wir diesen Level so beibehalten könnten. Danke das ihr dabei gewesen seid ali

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Start Kraulkurs 12.Juni 2019 Passail

Termingerecht mit angenehmen Wassertemperaturen konnten wir am 12.Juni 2019 mit dem ersten RTT-Kraulkurs für Anfänger Kinder und Erwachsene starten. Alle angemeldeteten Teilnehmer 10 Kinder und 8 Erwachsene absolvierten erfolgreich die erste Einheit.  Kursleiter Christoph Schlagbauer gestaltete mit Abwechslungreichen Übungen den Umgang mit dem Element Wasser z.B. Ein-Ausatmen, Abtauchen  Luft aus Lunge, Wasserlage, Abstoßen, verringern des Widerstandes sowie Freischwimmen, Lagenschwimmen, weiters festellen des Istzustandes eine anspruchsvolle Stunde. Die erste Einheit ist geschafft. Schön das ihr dabei seid’s.  Danke an die Gemeinde an unsere Maria (Bademeister) und an  Schlagi  lgali

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IRONMAN 70.3 St.Pölten Gustav Förster

Ein schöner Tag in St. Pölten

 

Eigentlich schreibe ich Rennberichte ja nur nach Langdistanzen, aber da Ali so nett gefragt hat …

 

Auch wenn ich nun schon mehr als 6 Jahre in Österreich lebe, hatte ich St. Pölten nie auf dem Schirm, es war mir einfach zu früh im Jahr und da kann es bekanntlich ja noch recht kalt sein und das mag ich gar nicht. Wenn man sich den diesjährigen Mai anschaut, dann hatten wir mit unserem Wettkampf nun wirklich mehr als Glück, das ganze Wochenende Sonne pur bei angenehmen Temperaturen, also perfekte äußere Bedingungen.

Nicht ganz so perfekt war meine mittel- und unmittelbare Vorbereitungsphase. Die mittelbare nicht, weil mein Trainingslager in Thanyapura / Thailand doch eher ein Flop war. Obwohl ich Hitze ganz gut vertrage, waren die 35 Grad, wenn man aus dem steirischen Frühling kommt, einfach zu viel. Laufen bei Anbruch der Dämmerung morgens um 6 und Radfahren in der Sonne bei vermutlich über 50 Grad haben eher an meinen Kräften gezehrt, als zum Formaufbau beigetragen. Nur Schwimmen als Abkühlung war immer eine Wohltat. Wieder zu Hause habe ich mich dann auch lange Zeit nur schlapp gefühlt und es hat eine ganze Weile gedauert, bis die Formkurve wieder nach oben zeigte.

 

Die unmittelbare Vorbereitung war dann auch nicht ganz problemlos, nach Schmerzen in der linken Hüfte befürchtete ich schon Probleme mit dem Gelenk und sah meine Felle auch für dieses Jahr davonschwimmen. Entwarnung dann durch meinen Physio, Artrose macht sich immer durch Schmerzen in der Leistengegend bemerkbar, außen herum handelt es sich in der Regel um muskuläre Probleme. Also war kurz vor dem Wettkampf nochmal viel Knetarbeit angesagt, u.a. auch längeres (schmerzhaftes) Sitzen auf einem kleinen Hartgummiball.

 

Trotz der Sonne war das Wasser noch recht frisch, so um die 16 Grad, mit Neo aber letztlich kein Problem. Dank Wellenstart hält sich das Gedränge in Grenzen und da ich über den Winter viel Zeit in der Auster verbracht habe, hatte ich mich bei 35 Minuten angemeldet. Dass es dann doch fast 40 geworden sind, habe ich freilich schon im Wasser gespürt. Wenn jemand langsam an mir vorbeizog, konnte ich mich früher locker in den Wasserschatten hängen, was diesmal nur gelegentlich möglich war. Insofern bin ich

mit meiner Schwimmleistung nicht wirklich zufrieden, das war auch schon im letzten Jahr so, wo man wegen der anhalten Hitze allerdings nie mit Neo schwimmen durfte. Aber es ist wie es ist und so viel verliert man beim Schwimmen ja nicht. Der Landgang ist in St. Pölten ungewöhnlich lang, da ist man knapp 2 Minute unterwegs, bevor man in den zweiten See springt. Als ich das erste mal aus dem Wasser gestiegen bin, habe ich gleich meine Hüfte gespürt, kein sehr vielversprechendes Zeichen.

 

  1. Wechsel – Eigentlich geht man vorher alles mehrmals genau durch, aber es gibt immer wieder Überraschungen, diesmal in Form meiner Garmin Uhr. Früher war ich immer ohne alles unterwegs, sprich ohne Uhr und ohne Tacho. Inzwischen finde ich es schon recht interessant, mir die Werte nachträglich anschauen zu können, zumal aktuelle Uhren die Möglichkeit bieten, den Triathlon in seinen unterschiedlichen Phasen recht genau aufzuzeichnen. Im Unterschied zum letzten Jahr hatte ich diesmal aber einen Neo an und der linke Ärmel wollte sich partout nicht über die Uhr abstreifen lassen. Dazu noch die klammen Finger vom kalten Wasser und es gibt nichts Nervigeres, als für so etwas Zeit zu verschwenden. Fluchend ist es mir dann irgendwann doch gelungen, aber eine Minute bleibt so schnell liegen. Immerhin gut zu wissen, in Klagenfurt werde ich erst die Uhr und dann den Neo ausziehen. Aber es geht natürlich auch noch viel schlimmer. Später im Zielbereich hat mir ein AK-50 Teilnehmer sein Leid geklagt, der aus gleichem Grund seinen Chip beim ersten Wechsel abgelegt und anschließend vergessen hatte, ihn wieder anzulegen. Er gehörte zum „Aloha Team- Erika“, das mir am Tag zuvor schon auf dem nahe gelegenen Zeltplatz aufgefallen war. Wie der Name schon andeutet, ist das (Fern) Ziel eine Teilnahme in Kona, das sie mit viel Engagement, Freude und Enthusiasmus angehen. Wir hatten uns länger unterhalten und ich hatte ihm geraten, den ersten Wettkampf ruhig anzugehen, aber das sagt sich so leicht und obwohl ich nun schon so viele Wettkämpfe bestritten habe, bleibt da immer eine gewisse Nervosität. Aber vermutlich ist das gar nicht so schlecht, ein wenig Adrenalin ist der Leistung schließlich nicht abträglich.

 

Die Radstrecke ist abwechslungsreich und landschaftlich schön, allerdings hatten wir entlang der Donau kräftigen Gegenwind und das ist nicht so mein Ding. Windschatten war dort leider gar keiner, ich war zu diesem Zeitpunkt eher isoliert unterwegs. Selbst wenn man die 10 Meter Abstand einhält, spürt man eine Erleichterung, aber wenn da niemand ist … An den Bergaufpassagen lief es dagegen recht gut und an den Bergabpassagen noch besser, zum einen meiner früheren Motorradrennfahreraktivitäten geschuldet, zum anderen aber auch, weil mein Rad auch nach 20 Jahren sicher immer noch zu den schnellsten im Feld gehört. Die ganz persönlichen Eindrücke auf der Radstrecke sind inzwischen zwiespältig. Einerseits bin ich immer wieder verwundert, mit welchem Tempo mich andere Teilnehmer gerade in den flachen Passagen überholen, das ist dann doch ein wenig frustrierend. An den Bergaufpassagen gibt es wiederum durchaus durchtrainierte Athleten der AK 25 – 55, an denen ich vorbeiziehen kann, wobei ich mich dann frage, wie mag es denen gehen, wenn die auf meinem Rücken das AK-Schild 65-70 sehen? Richtig Laune machen die Abfahren, vor allem wenn ich ohne etwas zu tun an Teilnehmern vorbeirolle, die schon wieder eine ganze Weile treten müssen, weil es flacher wird. Mein inzwischen schon sehr betagtes Softride Fast TT macht seinem Namen nach wie vor alle Ehre. Gut mit meinen Kräften Haus haltend, bin ich dann wieder in St. Pölten eingelaufen und war durchaus gespannt, was mich beim Laufen erwarten würde, denn bei den letzten Vorbereitungen war ich nicht in der Lage, schneller als 5:00 zu laufen und das ist nicht so toll.

 

Das viele Kneten und Dehnen konnte so kurzfristig dann doch keine Wunder bewirken, was mir beim Zwischensprint von einem See zum anderen aber schon klar war. Der Anfang war gleich recht zäh, aber immerhin ohne größere Schmerzen. Hin und wieder meldete sich der Ischias und da hat man dann das Gefühl, das ganze Bein könnte einem unterm Laufen einfach so wegknicken, aber das waren nur seltene Momente und ich war zumindest zuversichtlich, durchzuhalten. Trotzdem ist es schon ein wenig frustrierend, wenn man fast nur überholt wird, in Wiesbaden, wo ich fast jedes Jahr angetreten bin, war ich Anderes gewohnt. Auf dem Weg in die Altstadt habe ich dann meinen Konkurrent Markus Jochum gesehen, wobei er sich schon wieder auf dem Weg aus der Stadt heraus befand und ich wusste sofort, dass ich den Abstand selbst in einer top Laufform nicht aufholen könnte. Meine Hoffnung, dass es auf der zweiten Runde besser laufen könnte hat sich tatsächlich bestätigt, nicht zuletzt, weil die richtig schnellen Leute dann schon im Ziel sind. Ich konnte mein Tempo sogar leicht steigern und befand mich plötzlich wieder auf der Überholspur, was dann noch einmal etwas beflügelt.

 

Während eines Wettkampfes gibt es immer Gesichter, die man öfter sieht und mit einer Frau gab es eine Art Hase und Igel Spiel. Immer wieder wurde ich von ihr überholt, so dass ich sie schließlich fragte, wo sie denn stets her käme. Des Rätsels Lösung war einfach, sie nahm sich an den Verpflegungsstellen deutlich mehr Zeit und musste die Lücke dann immer wieder zulaufen. Als es dann bei mir etwas besser lief, konnte ich auch läuferisch vorbeiziehen und das sind dann so die kleinen Freuden, die einen bei Laune halten. Relativ entspannt bin ich ins Ziel gelaufen und war dann später doch überrascht, dass Markus auf der Laufstrecke nicht schneller war und 1:46 sind für die Umstände gar nicht so schlecht. Also bin ich durchaus zufrieden und blicke ganz zuversichtlich nach Klagenfurt. Eigentlich hatte ich ja damit gerechnet, dass mich Markus auf der Laufstrecke distanzieren würde, dass er aber auf dem Bike rund 13 Minuten schneller war, lässt mich ein wenig staunen, denn so schlecht war ich da auch nicht unterwegs, zumindest war das mein Gefühl, wobei die bekanntlich täuschen können.

Heute, zwei Tage danach, geht es mir schon wieder recht gut, aber die Wettervorhersage ist mal wieder grausig, lockeres Regenerationstraining ist zumindest auf dem Rad nicht angesagt, also viel Zeit zum Schreiben …

Gustav     Ergebnisse

 

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