Bernd's Ironman Hawaii Blog 2009

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Geschrieben von: Bernd Pöllabauer Montag, den 12. Oktober 2009 um 01:12 Uhr

Der Tag nach dem Wettkampf

 

Bekantlich ist ja der Tag nach einem Ironman körperlich gesehen nicht der lustigste. Es zwickt und schmerzt, angefangen von der kleinen Zehe bis, ja sagen wir, nicht ganz in die Haarspitzen, um nicht zu übertreiben, aber immerhin bis zum Genick. (Knag oder auch Grogn genannt) Blasen am Fuß, Zehennagel blau (und tschüß, der ist nicht mehr zu retten), Gliederschmerzen, Muskelkater, Scheuerstellen, Genickschmerzen, Kreuzschmerzen……. OK, OK, ich hör ja schon auf zu jammern, aber sorry, habe jetzt ganz vergessen, dass ich jetzt gerade einen Blog schreibe und habe nur einmal kurz auf meinen Körber gehört.

 

Wie schon gesagt, bin ich jetzt wirklich glücklich, dass ich das Ziel gesund und sehr zufrieden gesehen habe. Gleich nach dem Zieleinlauf wurde ich gefragt, was ich für eine Endzeit habe. Ich konnte das aber nicht beantworten, da ich auch dieses Rennen, so wie auch viele anderen Rennen, ganz ohne Uhr bestritten habe. Ich mag es nicht, wenn ich über meine Zeit Bescheid weiß und verlasse mich bei den ganzen Rennen einfach auf mein Gefühl.

Ich weiß zwar nicht, was ihr euch von meiner ersten Weltmeisterschaftsteilnahme erwartet habt. Immerhin wäre Laufen ja meine stärkste Disziplin und ich muss ehrlich zugeben, dass meine 3h 45min auf den Marahton nicht ganz das gewesen sind, was ich mir persönlich vorgestellt habe. Fakt ist aber, dass diese Leistung an diesem Tag mein maximale Leistung war, die ich im Stande war zu erbringen und wüsste nicht wo ich auch nur eine Minute rausholen hätte können. Auf jeden Fall bin ich jetzt mit meiner Leistung, die ich hier erbracht habe mehr als zufrieden und wie hart der Bewerb auf Hawaii ist, glaube ich zuminderst, kann man nur sagen, wenn man schon mal dabei war. (echt brutal)

 

Und jetzt??, ja jetzt werde ich die letzen Tage hier auf Hawaii, die ich noch da bin, ein wenig genießen. (Sonne, Strand und Meer)

Mittwoch Morgen werden wir dann wieder die sehr mühsame und lange Reise nach hause antreten. Flugrute: Kona-Honolulu-Tokio-Taipei-Wien. (buh, des wird wieder zach werden!!!)

 

So schön es hier auch ist, freue ich mich dann doch schon wieder zuhause zu sein (Schweinzbrotn, Schnitzal, Schwarzbrot, kühle Nächte, LAHÜ- www.latschenhuette.at…..)


Es hat mich gefreut, dass ich euch meine Erlebnisse und Eindrücke meiner ersten Ironman WM auf Hawaii schildern durfte und hoffe, dass es euch gefallen hat.

 

Schön Grüße, bis bald,  Bernd

 

 

Danke noch mal den Sponsoren und alle die mich bei diesem Event unterstützt haben!!!

 

 

 

 

 

 

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Geschrieben von: Bernd Pöllabauer Montag, den 12. Oktober 2009 um 01:00 Uhr

Fotos - Wettkampftag

 

 Letzter Check am Rad

 

 

 

Schwimmstart - eine wilde SchlägereiInnocent

 

 

Und auf geht's auf die Radstrecke

 

 

Da habe ich schon gekämpftYell, Wahnsinn wieviel Salz man verliert - siehe rechter Oberschenkel

 

 

 

 Laufen ca. km 15

 

 

Gott sei Dank - geschafft Tongue out

 

 

Glücklich im Ziel - I am a Finisher Smile

 

 

 

 

 

   

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Geschrieben von: Bernd Pöllabauer Sonntag, den 11. Oktober 2009 um 13:06 Uhr

Wettkampftag

 

Ich weiß, es ist jetzt schon zwei Uhr in der Nacht und ich sollte schon längst schlafen, nur dafür bin ich "zu müde" und kann einfach nicht. (bin zum Sterben zu schlechtInnocent) Ich kann nicht schlafen, da ich noch so aufgewühlt und überhitzt vom Rennen bin und ich muss ehrlich gestehen, "das war mit Abstand mein härtestes Rennen bisslang". Vor allem der Marathon war vom Anfang bis zum Schluss eine derartige Qual. Aber da ist es wahrscheinlich einem Großteil der Athleten gleich gegangen und außerdem bleibt einem ja auch nichts anders über, da auf vielen Plakaten „Quäl dich du Sau“ zu lesen ist.

Naja, fangen wir einfach von Anfang des Rennen an, um euch kurz meinen Rennverlauf zu schildern.

Der Schwimmstart war ein Wasserstart, wo es auf den ersten 500m eine derartige Prügelei und ein regelrechter Kampf ums Überleben gewesen ist. Es war wirklich nicht lustig, ein jeder hat nur wie wild rein geschlagen und geschrien, als ob es kein morgen mehr gäbe. Das Problem dabei ist, dass ein jeder glaubt, das Rennen auf den ersten Metern schon entscheiden zu müssen. Ich habe von Anfang an versucht ruhig zu schwimmen und einfach lange Züge zu machen, was mir auch sehr gut gelungen ist. (hab natürlich auch zurrückgeschlagenTongue out)  

Auf den ersten Radkilometern bin ich ganz und gar nicht in den Rythmus gekommen, erst nach so etwa 30km habe ich erst in's Rennen gefunden. Irgendwie hat man immer das Gefühl gegen den Wind zu fahren, was bei diesem Rennen auch meist stimmt, da der Wind sehr schnell drehen kann. Es war echt verdammt heiß und vor allem auf den letzten 50 km hatten wir recht starken Gegenwind wo ich auch im Kopf einen Durchhänger hatte. Das Laufen war dann von Anfang an eine Qual und ich musste fürchterlich kämpfen. Ich bin bei wirklich jeder Labe gegangen und wie soll's anders sein..zum Schluss schon vor und nach der Labe. Hätte ich das aber nicht gemacht, um genug Flüssigkeit zu mir zu nehmen, hätte ich das Ziel wahrscheinlich nicht gesehen.

Jetzt bin ich froh und glücklich, dass ich das Ziel gesund erreicht und durchgehalten habe.Smile

 

So, jetzt werde ich trotzdem versuchen ein wenig zu schlafen.

 

Fotos werde ich so bald als möglich Online stellen!!

 

Gute Nacht
   

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Geschrieben von: Bernd Pöllabauer Samstag, den 10. Oktober 2009 um 14:29 Uhr

Wettkampfmorgen

 

 

Jetzt ist es wirklich soweit, nur mehr wenige Stunden bis zum Start der IRONMAN Weltmeisterschaften 2009 auf Hawaii. Ich wüsche allen, die das Rennen via Internet verfolgen, viel Spaß und einen spannenden Wettkampf!!!

 

Danke für die vielen Glückwünsche per E-Mail, SMS… und allen die mir heute die Daumen drücken und mich geistig unterstützen - !!!! ich werde sehr oft an euch denken müssen!!!!

 

…und vor allem du Mama brauchst da um dein Buam keine Sorgen mochn!!!

 

 

Viel Spaß noch und Liebe Grüße Bernd

 

 

 

I'm ready to raceSmile

   

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Geschrieben von: Bernd Pöllabauer Samstag, den 10. Oktober 2009 um 06:23 Uhr

Nur noch einen Tag bis zum Start – Check-in

 

Jetzt steigt die Spannung...nur noch einen Tag bzw. eine Nacht bis zu meiner ersten Weltmeisterschaftsteilnahme. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass die Anspannung in mir jetzt von Stunde zu Stunde steigt, aber wie soll es auch anders sein und das ist auch gut so. (kann ja morgen nicht wie ein nasser Waschlappen herumvegetierenSmile) Ja, das mit dem Check-in ist immer so eine Aufregung -  habe ich wohl alles dabei? Sitzen die Startnummern richtig? Werde ich morgen meine Wettkampfsachen schnell finden? Und außerdem: Welcher Athlet lässt schon gerne sein Rad die ganze Nacht allein? (i hold ned Cry)

 

Aus sportlicher Sicht habe ich heute noch mal alle drei Disziplinen gemacht, jedoch nur ganz kurz mit kurzen Intervallen, aber den Vortag gestaltet ja ein jeder Athlet auf seine Art und Weise. Geschwommen bin ich heute nicht am Schwimmstart wie die Tage zuvor, nein diesmal in der „ Captain-Cook“ Bucht mit unserm Mann für alles Matthias und ca. 25 Delphinen. War ein super Erlebnis, wenn ganz in deiner Nähe so zirka in 2 Meter Entfernung die Delphine herumschwimmen. (habe ich bislang nur aus dem Film “Flipper“ gekannt) Ein ungutes Gefühl ist es schon, wenn man das erste Mal an der Wasseroberfläche die Finnen (Flossen) sieht...könnte ja auch ein Hai sein. (stellt euch einfach den Film der weiße Hai vor, dann wißt ihr bescheid, wie sich das anfühlt). Ganz ungefährlich war auch der Ein- und Ausstig in das Meer nicht, da recht hoher Wellengang war und der Strand war kein Sandstrand sondern ein Steinstrand. Wie es auf den Wellen dahingeht, weiß ich ja seit meinem zweistündigen Wellenritt am „White-Sandbeach“ und das macht sicher keinen Spaß, wenn es dich so richtig auf den Steinen „ aufklatscht“. Aber ich habe mir von den Einheimischen schon ein wenig abgeschaut, wie man sich da verhalten muss, um da heil davon zu kommen. (Augen zu und unter der Welle durchWink)

 

So, bei mir zuhause auch „ sou scha„ genannt, werde ich jetzt schauen, dass ich noch ein paar leicht verdauliche Kohlenhydrate wie z.B. Kartoffeln oder Reis zu mir nehmen (des mi morgen ned druckt im Mogn) und ganz wichtig "viel trinken". ( nein, nein, lieber Hofar, Staudi, Bruder usw., damit meine ich aber nicht Bier!!Smile)

Wie lange und intensiv der Schlaf ausfallen wird, weiß ich noch nicht, aber man kann sich das ja in etwa vorstellen!!!

 

Aloha, und schönen Tag

 

 

 

 

 
 Captain-Cook Bucht
 
 
 
 
 
Check-in
 
 
 
Wo is jetzt mein Sackerl, duat oder do, oder duat??
 
 
 
 
 

 

 

   

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